Tierschutzpartei sendet deutliches Signal an die Regierung.

Gutes Abschneiden der Tierschutzpartei sendet deutliches Signal an die großen Parteien

Die PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ – Tierschutzpartei verpasste mit 3,4% der Erststimmen und 2,2 % der Zweitstimmen den Einzug ins Berliner Abgeordnetenhaus, zieht aber in vier Bezirksverordnetenversammlungen ein. Bei der Bundestagswahl erreicht sie 1,5 % der Stimmen und bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern 1,7%, womit sie aus dem Feld der anderen Kleinparteien überall herausragt.

674.789 Zweitstimmen erhielt die Tierschutzpartei bundesweit und hat ihr Ergebnis von 2017 damit um über 300.000 Wählerstimmen gesteigert. Besonders gut schnitt die Partei in Berlin mit 2,5 %, in Brandenburg mit 2,6 % sowie im Saarland mit 2,8% ab, wo den Grünen die Wahlteilnahme versagt wurde. Auch die 44 Direktkandidat:innen erzielten beachtliche Ergebnisse, die oftmals noch über den Zweitstimmenergebnissen lagen.

Wähler belohnen die Arbeit der Tierschutzpartei in Mecklenburg- Vorpommern

Dass bei den Landtagswahlen im agrarisch strukturierten Mecklenburg- Vorpommern immerhin 6903 Wähler für die Tierschutzpartei stimmten, ist sicher der guten Kommunalpolitik zu verdanken. In Greifswald, wo die Partei mit zwei Abgeordneten (dem Bundesvorsitzenden Robert Gabel und dem Bundesvorstandsmitglied Anja Hübner) in der Bürgerschaft und im Kreistag vertreten ist, wurde ein überdurchschnittlich gutes Ergebnis von 3,5% erreicht.

Wahlkreis München Süd, Stephanie Weiser

Tierschutzpartei kämpft weiter

Für die Tierschutzpartei sind die Ergebnisse vom Sonntag ein klarer Erfolg – gerade auch vor dem Hintergrund diverser Kampagnen gegen die angeblich ‚verschenkten Stimmen‘. Sie sind ein eindeutiges Zeichen dafür, dass die Wählerschaft das Nichtstun der großen Parteien – einschließlich der Grünen – beim Tierschutz, aber auch ihr Versagen auf weiteren zentralen Politikfeldern wie der Energiewende, der Verkehrspolitik, dem Umweltschutz, der Eindämmung des Artensterbens und einer entschiedenen Sozial- und Bildungspolitik nicht mehr länger tolerieren will. Hier kann und wird die Tierschutzpartei in Zukunft weiterhin entschieden Druck ausüben.

Das deutsche Wahlsystem mit seiner hohen 5-%-Hürde setzt psychologische Grenzen, die nur schwer zu überspringen sind. Dennoch schaut die Partei bereits auf die vier Landtagswahlen im nächsten Jahr. Und die drei Bundesvorsitzenden Aida Spiegeler Castañeda, Robert Gabel und Matthias Ebner sind sich einig: „2025 werden wir den Sprung in den Bundestag nicht verpassen!“